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Lexikon

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Begriff Definition
3D-Sonographie

Ermöglicht die Darstellung von 3 Dimensionen; damit wird räumliches Sehen mit Ultraschall möglich. Die untersuchten Gewebe lassen sich von allen Seiten betrachten. Beim Ultraschall in der Schwangerschaft können die Einzelheiten des Feten wie auf einem Foto betrachtet werden. Beim 4D-Ultraschall werden die räumlichen Bilder in Bewegung gezeigt. - Technisch beruht das Verfahren auf der gleichzeitigen Verarbeitung mehrerer Ultraschallbilder und Errechnung der dritten Dimension durch ein besonderes Programm.

Synonyme - 3D Ultraschall
4D-Sonographie

Darstellung von 3D-Ultraschallbildern in Bewegung und in Echtzeit.

Synonyme - 4D Ultraschall
Abbruchblutung

Blutung aus dem Endometrium nach dem Absetzen von Hormon-Medikamenten ( Östrogen und Gestagen).

Abdomen

Lateinischer Ausdruck für Bauch.

Ablatio mammae

Operative Entfernung der Brustdrüse bei Brustkrebs.

Abort

Beendigung der Schwangerschaft Ausstoßung des Fötus innerhalb der ersten 6 Monate, wenn das Kind noch nicht lebensfähig ist.

Abrasio

Ausschabung der Gebärmutterhöhle zur Diagnose oder bei Abort.

Abstrich

Entnahme von Einzelzellen von Gewebsoberflächen (z.B. Gebärmutterhals, Scheide, Wundhöhlen) zum Nachweis Zellveränderungen oder Infektionen.

Adenom

Gewebsneubildung in Organen, in denen Drüsen vorkommen (z.B. Brust, Gebärmutter )

Adipositas

Übermäßige Vermehrung von Fettgewebe. Die Adipositas ist ein Risikofaktor für einer Reihe von Erkrankungen, wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen oder Gicht und die damit verbundenen Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose). Auch der Gebärmutterschleimhautkrebs sowie wahrscheinlich auch der Brustkrebs sind häufiger bei Frauen, die adipös sind.

Synonyme - Fettleibigkeit
Adnektomie

Operative Entfernung der Eierstöcke (Ovarien) und Eileiter (Tuben).

Adnexe

Mit der Gebärmutter verbundene Teile der weiblichen Geschlechtsorgane, die Eierstöcke (Ovarien) und die Eileiter (Tuben).

Adnexektomie

Operative Entfernung der Eierstöcke (Ovarien) und der Eileiter.

Adnexitis

Eine Entzündung von Eileiter und Eierstock, den Anhängseln der Gebärmutter, bezeichnet man als Adnexitis. Die besondere Bedeutung der Adnexitis für die Frau besteht in dem oft langwierigen Krankheitsverlauf mit einer Beeinträchtigung sowohl des privaten als auch beruflichen Lebens und nicht zuletzt in der Gefahr einer bleibenden Unfruchtbarkeit.

AIDS

Acquiered immune deficiency syndrom = HIV (Human Immundeficiency Virus).
In französisch-sprechenden Ländern auch SIDA genannt.
Nach wie vor tödliche Erkrankung, deren Ausbruch man heute durch starke Medikamente (mit entsprechend starken Nebenwirkungen!)  zwar hinauszögern kann, aber nicht verhindern. 
Letztlich stirbt jeder Aids-Infizierte auch heute noch an der Erkrankung!
Infektion (außer durch infizierte Blutkonserven, sollte aber heute nicht mehr vorkommen) fast immer durch ungeschützten Sex.
Die Infektionsrate in den westlichen Ländern ist leider seit einiger Zeit trotz aller Aufklärung durch leichtsinniges Verhalten wieder am Zunehmen.
Einzige Prophylaxe: Safer Sex (oder gar keiner)

Akne

Akne ist  eine Störung der Talgdrüsen der Haarfollikel (Haarbälge) und tritt vorwiegend im Gesicht, an Hals, Brust und Rücken auf. Der Talg staut sich, das umgebende Gewebe entzündet sich, es bilden sich Mitesser. Schließt sich die Follikelöffnung, so wird der gestaute Talg oft durch Bakterien zersetzt und bildet meist eine Aknepustel. (Neuere Literatur bei Stress auch über Bulli Herbig). Trifft Jungen und Mädchen gleichermaßen, die Jungs manchmal noch härter.

Amenorrhoe

Ausbleiben der monatlichen Blutung (Menstruation) bei der geschlechtsreifen Frau. Bei vorher normalem Regelverlauf ist eine ärztliche Untersuchung notwendig.

Aminvaginose

Die Aminvaginose ist eine relativ häufig auftretende Erkrankung, die durch eine massive Störung der normalen Vaginalflora gekennzeichnet ist. Dabei ist die Scheide anstatt mit Milchsäurebakterien mit einer Kombination anderer Bakterien besiedelt. Hauptsymptome sind Ausfluß und fischartiger Geruch. Die Therapie ist meist einfach (Scheidenzäpfen).

Amniocentese

Die Amniocentese (Fruchtwasserpunktion) wird normalerweise ab der 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Dabei wird zunächst eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen. Es wird ein günstiges Fruchtwasserdepot aufgesucht und eine dünne Nadel durch die Bacuhdecke unter Ultraschallsicht so in die Fruchtwasserhöhle eingeführt, dass keine Verletzung des Kindes riskiert wird. Es wird eine geringe Menge Fruchtwasser (etwa 15ml) abgesaugt. Aus den darin enthaltenen kindlichen Zellen werden im Labor sogenannte Kulturen angelegt.

Synonyme - Amniozentese
Amnioskopie

Bei gefährdetem Fötus in der Spätschwangerschaft wird durch ein Instrument (Amnioskop) die Farbe des Fruchtwassers angeschaut. Bestimmte Verfärbungen deuten auf Risiken für das Kind hin.

Anämie

Blutarmut, genauer ein zu niedriger Anteil der roten Blutkörperchen. Meist ist es Eisenmagel, der durch Blutungen (starke Regelblutung bzw. Blutverlust durch bösartige Carcinome) oder in der Schwangerschaft entstehen kann.

Anamnese

Die Vorgeschichte des Kranken, bzw. der bisherige Verlauf der Krankheit.

Androgene

Sammelbezeichnung für die männlichen Geschlechtshormone. Auch im weiblichen Organismus werden sie in geringen Mengen produziert. Eine übermäßige Produktion von Androgenen im Körper der Frau kann zu Akne, Haarausfall und männlicher Körperbehaarung führen.

Androgenisierung

Als Androgenisierung bezeichnet man das Auftreten von Veränderungen bei der Frau als Folge einer vermehrten Wirkung von Androgenen, also männlichen Hormonen. Es gibt vielfältige Ursachen, die zu einer Androgenisierung führen können, wie z.B. hormonproduzierende Tumore. Die vermehrte Androgenwirkung führt zu Beschwerden, die als Virilisierung, also "Vermännlichung" bezeichnet werden. Dazu zählen beispielsweise das Auftreten eines männlichen Behaarungstyps. Für die Diagnose wegweisend sind, neben der Befragung und Untersuchung der Betroffenen, die Bestimmung der Hormonwerte im Blut sowie bildgebende Verfahren. Neben einer operativen Entfernung hormonproduzierender Tumoren werden häufig Hormone eingesetzt, die die Bildung oder die Wirkung der Androgene hemmen. Da es sich meist um langwierige Krankheitsverläufe handelt, muss die Therapie über Jahre fortgesetzt werden.

Anorexia nervosa

Die Magersucht ist eine Erkrankung mit pathologischer und teils panischer Angst vor Gewichtszunahme und der Angst, zur Frau (und damit "erwachsen" ) zu werden. Sie äußert sich in Essunlust bzw. -verweigerung sowie teilweise in übermäßiger sportlicher Bewegung, was zu extremen Gewichtsverlusten führen kann.
Die Anorexia nervosa kommt vorwiegend bei jungen pubertierenden Mädchen vor.

Ursachen:

  • krankhafte-verzweifelte Ablehnung der Entwicklung zur Frau
  • krankhaftes Streben an das "Ideal" meist magersüchiger Models

Folgen:

  • massive Störungen des hormonellen Zyklus
  • Ausbleiben der Periode
  • bis hin zu völligem Funktionsverlust der Eierstöcke mit drohender späterer Osteoporose

Therapie:   

  • langdauernde Psychotherapie
  • stationärer Aufenthalt in Kliniken
  • bei akuter Lebensgefahr - Elekrtolytentgleisung
  • Familientherapie
Synonyme - Magersucht
Antibabypille

Die Pille ist nach wie vor in großen Teilen der Industrieländer das sicherste und auch häufigste Mittel zur Schwangerschaftsverhütung. Die Pille enthält normalerweise weibliche Hormone (Östrogen und Gestagen) in verschiedener Zusammensetzung. Heute werden vor allem möglichst niedrig dosierte "Mikropillen" verwendet, die trotz der geringen Dosis immer noch sichere Verhütung garantieren. Es gibt aber inzwischen auch eine "östrogenfreie Pille", die auch den Eisprung verhindert, hierzu siehe weiter unten bei Minipille.
Pearl-Index
0,02 bis 0,05, d.h. von 100 Frauen, die 1 Jahr lang die Pille nehmen, werden etwa 0,02 bis 0,05% schwanger

Wirkung

  • Verhinderung von Eireifung und Eisprung (=Ovulation, daher auch "Ovulationshemmer")
  • Veränderung der Gebärmutterschleimhaut (Dünnerwerden), damit auch die angenehme "Nebenwirkung" einer deutlich schwächeren Menstruation 
  • Verfestigung des Schleimpropfes im Gebärmutterhals
Azoospermie

Das Fehlen von reifen und beweglichen Spermien in der Samenflüssigkeit eines Mannes.

B-Streptokokken

Bakterien, die im Gebärmutterhalskanal vorkommen können und während der Geburt zur Infektion des Kindes führen könn

Bakterien

Bakterien sind eine ziemlich große Gruppe mikroskopisch kleiner, einzelliger Organismen, die sich meist durch Zellteilung vermehren. Bakterien finden sich überall in unserer gesamten Umwelt, sie gehen in völlig verschiedener Art und Weise auch nützliche Verbindungen mit Tieren und Pflanzen ein.
Etwa  2000 Bakterienarten sind für den Menschen  krankheitserregend.

Barholinitis

Entzündung einer oder beider kleinen Drüsen bzw. deren Ausführungsgänge, die sich an den Schamlippen befinden. Die Entzündung zeigt sich durch Schwellung und Druckschmerz, oft mit Fieber verbunden.

Hans-Jürgen Bickmann - jameda.de
Dr. med. Dr. phil.
Hans-Jürgen Bickmann

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