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3D-Ultraschall in der Schwangerschaft

Am 1.1.2021 tritt die Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) in Kraft. Ist es dann noch erlaubt, auf Wunsch einer Schwangeren eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen? Ist auch eine 3D-Ultraschalluntersuchung noch erlaubt?

Die Antwort lautet: Ja!

Immer dann, wenn ein Arzt, der für die Betreuung von Schwangerschaften zugelassen ist, eine Indikation für eine Ultraschalluntersuchung stellt, dann ist diese erlaubt. Das ist unabhängig davon, ob die Kosten für diese Untersuchung durch die gesetzliche oder eine private Krankenversicherung erstattet werden. Es kommt auf die Indikation an. Insbesondere bei der Ultraschalluntersuchung des Gesichtes oder innerer Organstrukturen des Ungeborenen stellt die 3D-Untersuchung Daten bereit, die in der klassischen 2D-Untersuchung nur mühsam oder gar nicht erkennbar sind. 

 

Welche Ultraschalluntersuchungen werden denn überhaupt von der NiSV sanktioniert?  

Die Antwort ist ebenfalls einfach: Untersuchungen ohne eine Indikation sind niemals erlaubt.

Das gilt auch für Ultraschalluntersuchungen. Solche wurden in der Vergangenheit auch von kommerziellen Anbietern durchgeführt; sie werden aber auch mit privat ausgeliehenen oder erworbenen Ultraschallgeräten durchgeführt. Diese sind ab sofort nicht mehr erlaubt. Im Prinzip gilt dies auch für Schwangere, die ihr eigenes Kind damit untersuchen. 

 

Brustkrebs

Dr. Ulrich Placzek

Im Juni 2020 ist ein neuer kritischer Beitrag zum Brustkrebs-Screening im Romeon Verlag erschienen. Der Autor setzt sich kritisch mit dem Mammographiescreening auseinander und weist Wege in eine risikoadaptierte Vorsorge.  Die Behandlungsleitlinien halten sich, wenn auch nicht verbindlich, weil sie eben keine Richtlinien sind, an ein Modell der Tumorentstehung und Tumorentdeckung, die die Wissenschaft schon hinter sich  gelassen hat. Die Lektüre bietet außerdem Einblicke in die politischen Entscheidungswege. Ein mehrere  Milliarden Euro schweres Programm hält sich auch, weil es zu viele Aktanten gibt, die davon leben.
Ein sehr lesenswertes Buch.  ISBN 978-3-96229-171-6

Gebrauchsinformation Levosert

Levosert 20 Mikrogramm/24 Stunden intrauterines Wirkstofffreisetzungssystem, Zulassung 30.3.2015, letzte Änderung 25.6.2019
Gebrauchsinformation des Herstellers Gedeon Richter:

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Levosert ist ein intrauterines Wirkstofffreisetzungssystem (IUS), das in die Gebärmutter (Uterus) eingesetzt wird, wo es langsam das Hormon Levonorgestrel freisetzt.

Es wird angewendet zur:

Kontrazeption (Schwangerschaftsverhütung)

Levosert ist eine wirksame, lang anhaltende und reversible Methode zur Schwangerschaftsverhütung. Levosert verhindert eine Schwangerschaft, indem es zu einer Verdünnung der Gebärmutterschleimhaut (Uterus) führt, indem es den Schleim im Gebärmutterhals verdickt, sodass die Spermien nicht in die Gebärmutter eindringen können, um die Eizelle zu befruchten und indem es bei manchen Frauen den Eisprung (Ovulation) verhindert. Die Gegenwart des T-förmigen Körpers führt außerdem zu lokalen Wirkungen an der Gebärmutterschleimhaut.

Behandlung von Hypermenorrhö (sehr starker Monatsblutung)

Levosert eignet sich auch zur Verringerung der Menstruationsstärke, sodass es angewendet werden kann, wenn Sie unter einer überstarken und langen Menstruation (Monatsblutung) leiden. Dies wird als Hypermenorrhö bezeichnet. Das in Levosert enthaltene Hormon sorgt für eine Verdünnung der Gebärmutterschleimhaut, sodass die Blutungsmenge jeden Monat geringer ausfällt.

Levosert wird über einen Zeitraum von 5 Jahren oder bis zu seiner Entfernung angewendet zur Schwangerschaftsverhütung und zur Behandlung starker Monatsblutungen.

Kinder und Jugendliche

Levosert ist nicht zur Anwendung vor der ersten Monatsblutung (Menarche) bestimmt.

Jenapharm bringt Kyleena

Berlin - Eigentlich wollte Bayer das Intrauterinsystem Kyleena zum Jahresbeginn auf den Markt bringen. Nun kündigt Jenapharm die Markteinführung für Mai an.

Kyleena (Levonorgstrel, LNG) hat vor wenigen Tagen die Zulassung für den deutschen Markt erhalten und soll ab Mitte Mai den Frauen zur Kontrazeption zur Verfügung stehen. Die neue Spirale nutzt den kleinsten heute verfügbaren T-förmigen Kunststoffkörper von 28 x 30 mm und enthält 19,5 mg LNG. Der kontrazeptive Effekt hält nach Herstellerangaben bis zu fünf Jahre und hat einen Pearl-Index von 0,29.

Damit ist Kyleena zwischen Mirena und Jaydess, den beiden bereits verfügbaren Hormonspiralen, angesiedelt. Mirena ist seit 1990 auf dem Markt und enthält 52 mg LNG. Das Präparat wird aber nicht nur eingesetzt zur Kontrazeption, sondern auch bei Hypermenorrhoe, also starken Menstruationsblutungen. Seit der Markteinführung wurden in mittlerweile 131 Ländern rund 35 Millionen Packungen verkauft. Jaydess enthält 13,5 mg LNG. Kyleena ist so groß wie Jaydess und bietet über den gleichen Zeitraum Schutz wie Mirena.

Laut Hersteller stellt das neue Produkt den Frauen im gebärfähigen Alter eine neue Wahlmöglichkeit zur Kontrazeption zur Verfügung, unabhängig davon, ob sie bereits schwanger waren oder nicht. Kyleena setzt durchschnittlich pro Tag 9 µg des Gelbkörperhormons in die Gebärmutter frei. Der normale weibliche Zyklus bleibt erhalten.

Quelle: 27. März 2017 Apotheke Adhoc

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